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Harnwegsinfekte

Als Experte antwortet Dr. Dr. Erwin Häringer, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde, München.

Darf ich das pflanzliche Antibiotikum Angocin Anti-Infekt N (Pflichtangaben) auch in der Schwangerschaft einnehmen?

Sowohl experimentelle Untersuchungen, als auch langjährige therapeutische Erfahrungen haben bisher keinen Hinweis auf eine fruchtschädigende Wirkung von Angocin Anti-Infekt N (Pflichtangaben) ergeben. Es liegen aber derzeit noch keine klinischen Studien bei Schwangeren vor. Bis zum Vorliegen entsprechender klinischer Daten ist daher Zurückhaltung in der Schwangerschaft geboten.

In jedem Sommerurlaub hole ich mir eine Blasenentzündung? Was kann ich tun, um mich besser zu schützen?

Sie sollten gegebenenfalls Ihre nasse Badekleidung wechseln, auch wenn es mühsam ist. Trinken Sie viel, so werden die Bakterien gleich wieder ausgeschwemmt. Häufiges Wasserlassen verringert die Gefahr einer Entzün­dung. Die Blase sollte außerdem bei jedem Toilettengang möglichst vollständig entleert wer­den.

Mehrmals im Jahr habe ich Blasenentzündungen. Wegen der häufigen Antibiotika spielt außerdem mein Darm verrückt. Was kann ich tun?

Bei unkomplizierten Harnwegsinfekten könnte die Einnahme pflanzlicher Antibiotika aus Senfölen empfehlenswert sein. Sie werden unter anderem über die Harnwege ausge­schie­den und entfalten vor allem dort ihre keimabtötende Wir­kung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Kann die Verwendung von Slip-Einlagen Blasenentzündungen begünstigen?

Slipeinlagen stellen kein Risiko für Blasenentzündungen dar. Auf übertriebene Intimhygiene sollte verzich­tet werden. Das Tragen von Unterwäsche mit antimikrobiellen Substanzen ist Unsinn. Verwenden Sie zum Waschen lediglich Wasser und saubere Waschlappen.

Ich bin beruflich viel unterwegs und habe häufig Blasenentzündungen. Sind der Grund hierfür die fremden Toiletten?

Das Benutzen fremder Toiletten stellt kein erhöhtes Risiko dar, wenn sie in hygienisch gutem Zustand sind. Sie sollten viel trinken, so werden die Bakterien gleich wieder ausgeschwemmt. Häufiges Wasserlassen verringert zusätzlich die Gefahr einer Entzündung. Die Blase sollte bei jedem Toilettengang möglichst vollständig ent­leert wer­den.

Ich leide unter einer chronischen Entzündung der Prostata, die schon mit mehreren Antibiotika erfolglos behandelt wurde. Was kann ich noch tun?

Im Falle einer Prostata-Entzündung wird nur selten eine vollständige Heilung durch Beseitigung aller Erreger erreicht. Ziel der Therapie ist es, die Beschwerden zu lindern bzw. die beschwerdefreien Zeiträume zu verlängern. Eine chronische Entzündung ohne Beschwerden ist nicht zwingend behandlungsbedürftig. Die dauerhafte (drei Monate) Einnahme eines pflanzlichen Präparates aus Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel kann Ihnen helfen, die Beschwerden einer Entzündung zu lindern und die beschwerdefreien Intervalle deutlich zu verlängern.

Kann Geschlechtsverkehr wirklich Blasenentzündungen begünstigen?

Bei empfindlichen weiblichen Personen kann es nach dem Geschlechtsverkehr (postkoital) gehäuft zu Blasenentzündungen kommen. Zur Vorbeugung ist zu empfehlen, nach dem Geschlechtsverkehr zur Toilette gehen. So wer­den Bakte­rien ausgeschwemmt, die dabei eventuell in die Harn­röhre gelangt sind.

Seit Jahren leide ich an immer wiederkehrenden Blasenentzündungen nach dem Geschlechtsverkehr – trotz genauer Befolgung der in diesem Fall gültigen Empfehlungen.

Möglicherweise kann Ihnen die vorbeugende Einnahme von Senföl-Tabletten aus Meerrettichwurzel und Kapuzinerkressenkraut helfen. Die Tabletten sollten mindestens über einen Zeitraum von drei Monaten eingenommen werden. Die Häufigkeit der Infekte wird Erfahrungswerten zufolge etwa um 80 Prozent abnehmen. Außerdem ist zu empfehlen, im Intimbereich eine Waschlotion auf Molkebasis zu verwenden. Ihr Partner sollte sich darüber hinaus auf eine Entzündung der Prostata untersuchen lassen.

Seit acht Jahren muss ich mich zur Blasenentleerung selbst katheterisieren. Dadurch habe ich sehr oft Blasenentzündungen, die dann wieder mit Antibiotika behandelt werden. Wie lässt sich das vermeiden?

Vielen Patienten, die sich selbst katheterisieren müssen, kann ein pflanzliches Antibiotikum aus Senfölen als Dauereinnahme oder als 3-monatige Prophylaxe helfen. Erfahrungen zufolge lässt sich so die Zahl der auftretenden Blasenentzündungen verringern.